Helm-Azurjungfer

(Coenagrion mercuriale)
Lebensraumansprüche

Natürliche Lebensräume der Helm-Azurjungfer sind die Auen großer Flussläufe sowie Kalkquellmoore. In Nordrhein-Westfalen kommt die Art vor allem an kleineren Fließgewässern und Gräben vor. Besiedelt werden schmale, unbeschattete, langsam fließende und dauerhaft Wasser führende Bäche und Wiesengräben. Die Standorte sind meist quellnah oder vom Grundwasser beeinflusst und weisen ein sauberes, kalkhaltig-basenreiches Wasser auf. Entscheidend für das Vorkommen der Helm-Azurjungfer ist eine wintergrüne Unterwasservegetation (v.a. mit Berle, Brunnenkresse).

Verbreitung im Kreis Gütersloh

Die Helm-Azurjungfer besitzt ihren Verbreitungsschwerpunkt nur im Westen des Kreisgebietes.

Die Art ist im Kreis Gütersloh an die Talgräben der Ems in den Gemeinden Harsewinkel und Herzebrock-Clarholz gebunden.


Auch im Nachbarkreis Warendorf kommt die Helm-Azurjungfer entlang der Ems und der Talgräben vor.

Hilfsmaßnahmen

  • Erhalt von noch geeigneten Gräben
  • Extensive, abschnittsweise Pflege der Gräben

Gefährdung und Gefährdungsursachen

Landesweit auf der Roten Liste (Lanuv 2010) als stark gefährdet (Kategorie 2) eingestuft.

Gefährdungsursachen:

  • Entwässerung von Gräben
  • intensive Mahd von Grabenabschnitten mit Berle oder Brunnenkresse