Lage: nördlich von Bielefeld zwischen Babenhausen und Jöllenbeck
Beckendorfer Mühlenbachtal Lage des Gebietes (Luftbild) (PDF, 1393 KB)
Größe: 133 ha
Vor allem Mähwiesen wurden auch als Flößwiesen bewirtschaftet, wobei mit Stauwehren der Bach oberhalb von Wiesen aufgestaut und in Flößgräben umgeleitet wurde. Aus den Gräben sickerte das Bachwasser über die Wiesen in den eigentlichen Bachlauf zurück; nährstoffreiche Schwebstoffe lagerten sich dabei auf den Wiesen ab.
Die unterschiedlichen Formen der Grünlandbewirtschaftung sorgten für eine hohe Strukturvielfalt und die Entstehung von stark abgegrenzten Vegetationsmosaiken in den Sieken.
Trotz landwirtschaftlicher Intensivierungen in den letzten Jahren haben sich in den Sieken des Beckendofer Mühlenbachtales viele Elemente einer traditionellen bäuerlichen Kulturlandschaft erhalten. Die Bachtalungen durchziehen wie ein Netz von Lebensadern die umgebende Siedlungs- und Agrarlandschaft.
Die Biologische Station Gütersloh / Bielefeld führt seit 1996 regelmäßig Bestandsaufnahmen von Flora und Fauna durch. Weitere Aufgaben bestehen in der Kontrolle der Bewirtschaftungsverträge nach dem Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) sowie in der Beratung der Landwirte.
Im folgenden werden einige Tier- und Pflanzenarten als Stellvertreter von Lebensgemeinschaften, die an die Bedingungen dieser traditionellen bäuerlichen Kulturlandschaft angepaßt sind, vorgestellt. Das NSG "Beckendorfer Mühlenbachtal" und das angrenzende NSG "Mühlenmasch" beherbergen eine Reihe von in Bielefeld selten gewordenen Tierarten. So brütet beispielsweise noch der Kleinspecht im Kerngebiet.
Der Eisvogel, eine typische Fließgewässerart, ist regelmäßiger Nahrungsgast am Beckendorfer Mühlenbach sowie am sich anschließenden Johannisbach. In Kleingewässern eines angrenzenden Deponiegeländes ist eines der wenigen Bielefelder Vorkommen des Kamm-Molches.
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