Lage: in Rietberg südlich der B64
Größe: 25,1 ha
Unterschutzstellung: 27.11.1985
Nach der letzten Eiszeit wurde die Emsaue überwiegend mit
Sand ausgekleidet, welcher einen begehrten Baustoff darstellt. Infolgedessen
entstanden im Rahmen des Abbaus die meisten größeren Seen entlang der Ems durch
Menschenhand. So stellt auch der westlich von Rietberg gelegene 12 ha große Emssee eine ehemalige Sandgrube
dar. Der See hat überwiegend flache, sandige Ufer, im Südwesten besteht ein
Hochwasserablauf in die Ems, im Südosten ein Hochwasserzulauf.
Das Wasser ist klar, besitzt jedoch trotz seiner guten Sichttiefe von mehr als 2 m keine typische Schwimmblatt- und Unterwasservegetation. Die einzige Ausnahme bildet eine Flachwasserzone im südöstlichen Bereich, welche im Sommer trocken fällt und für Zwergbinsen einen optimalen Standort darstellt. Hier finden sich auch zwei kleine Inseln. Die Ufervegetation besteht vorwiegend aus Gehölzen, abschnittsweise auch aus schmalen Seggen- und seltener auch aus Schilfsäumen. Eingerahmt wird der Emssee von birkenreichen, mit Grasfluren durchsetzten Vorwaldstadien. Im Westen setzt sich der Gehölzbestand aus einem brennesselreichen Pappelbestand und einem Eichenmischwäldchen zusammen. Auch findet sich hier ein Vorwald mit drei naturnahen Artenschutzgewässern. Im Nordosten und Osten befinden sich im Übergang zum angrenzenden Grünland einige alte höhlenreiche Kopfweiden.
Für interessierte Besucher befindet sich direkt am EmsRadweg
gelegen eine Aussichtsplattform, welche einen schönen Überblick über den
gesamten See bietet.
Emssee Lage des Gebietes (Grundkarte) (PDF, 737 KB)
Emssee Lage des Gebietes (Luftbild) (PDF, 816 KB)
Emssee Verordnungstext (PDF, 860 KB)