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Artenreiche Lebensräume im Kreis Gütersloh
16.04.2019
Bild: Claudia Quirini-Jürgens
Die Förderung der Artenvielfalt in unserer Region ist das Ziel dieses Projekts. Es ist auf 4 Jahre angelegt. Beginn war der 01.04.2019. Die Biologische Station möchte in Abstimmung mit ihren Kooperationspartnern und insbesondere im Raum GT 9 Maßnahmen zur Ehörhung der Artenvielfalt umsetzen. Auf Nachfrage von Interessierten bietet sie gerne Beratungen an.
Aktuelles aus dem Projekt
Extensive Wegrandpflege - Mahd anstelle Mulchen 16.09.2019
Randstreifen entlang von Straßen, Gräben, Feldwegen oder Spazierwegen in Grünanlagen bieten eine gute Möglichkeit für Kommunen, durch eine extensive Bewirtschaftung dieser Flächen den Artenreichtum zu fördern. In der Realität werden die meisten Weg-, Gräben und Straßenränder aus Kosten- oder/und Personalgründen gemulcht. Ergebnis ist zum einen eine erhöhte Nährstoffzufuhr durch das Liegenlassen des Mahdgutes, zum anderen erschwert die dicke Decke aus Mulch den zumeist konkurrenzschwachen Blütenpflanzen auszutreiben. Ergebnis sind fast überall relativ blütenarme Ränder entlang von Straßen, Gräben, Feldwegen oder in Grünanlagen. Wegränder können zwar keinen Ersatz für großflächige blüten- und artenreiche Wiesen oder Weideflächen sein, sie können aber eine wichtige Funktion als Bindeglied zwischen solchen Flächen einnehmen. Für Pflanzen und kleinere Tiere dienen sie als naturnaher Lebensraum, größere Tierarten können sie z.B. als Wanderkorridor nutzen. Aufgrund dieser vielfältigen Funktionen hat die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld in Kooperation mit dem Kreis Gütersloh Wege- und Straßenabschnitte untersucht und ein Kataster von Wegrändern mit guter Naturausstattung, d.h. einem relativ hohen Artenreichtum an vorhandenen Pflanzen, erstellt. Damit diese arten- und zumeist auch blütenreichen Standorte erhalten bleiben oder aber gefördert werden, ist eine naturnahe Bewirtschaftung erforderlich. Denn solche Flächen sind auch im Kreis Gütersloh bereits relativ selten geworden. Hierbei ist zum Erhalt blütenreicher Wegränder bzw. zur Förderung solcher Flächen nicht nur die Mähtechnik wichtig, sondern auch der Mähzeitpunkt bzw. die Mahdintensität. Um Alternativen zum herkömmlichen Mulchen vorzustellen fand daher am 16.09.2019 eine Vorführung von Wegesaumpflegegeräten in Ascheloh statt. Hintergrund der Veranstaltung war, dass im Rahmen des Projektes „Vital GT8-Artenreiche Lebensräume“ die Entwicklung eines Gerätes zur Mahd und Aufnahme des Mahdgutes unterstützt werden soll. Die Entwicklung des komplexen Gerätes ist zwar noch nicht vollständig abgeschlossen. Es konnte aber besichtigt werden, ebenso wurden die Funktionen vor Ort erläutert. Zusätzlich wurde der Brielmaier Kombi Motormäher mit Doppelmesser und Schwader vorgeführt. Die Vorführung richtete sich vor allem an Praktiker, d.h. Mitarbeiter der kommunalen Bauhöfe, von denen etliche kamen. [...]
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Tag der Landwirtschaft am 01.09.2019 01.09.2019
Gemeinsam mit dem Kreis Gütersloh stellte die Biologische Station Gütersloh/Bielefeld das Projekt "Artenreiche Lebensräume" auf dem Tag der Landwirtschaft am 01.09.2019 in Tatenhausen vor. [...]
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Allgemeine Informationen

Projekt  "Artenreiche Lebensräume im Kreis Gütersloh"

Zielsetzung des Projektes

Das Projekt ‚Artenreiche Lebensräume‘
in der VITAL-Region GT8
möchte viele Maßnahmen
zum Erhalt und zur Förderung der Artenvielfalt
im Kreisgebiet umsetzen.
Der Kreis Gütersloh unterstützt das Programm, das unter Leitung der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld Anfang April 2019 gestartet ist.

 Zu den angedachten Maßnahmen
gehört das Schaffen
blütenreicher Wiesen und Wegränder sowie Ackerflächen als Lebensräume für Ackerwildkräuter wie Kornblume oder Mohn, aber auch Feldvögel wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldlerche. Ebenso sollen Amphibiengewässer
für Laubfrösche oder Kamm-Molche angelegt oder Nisthilfen gebaut werden.



Projektleitung und Kontakt:
Claudia Quirini-Jürgens
E-Mail: claudia.quirini@t-online.de
Tel. 0171 544 85 95

 
Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz waren vor ca. 40 Jahren noch weit verbreitete und häufige Arten der offenen Kulturlandschaft. Ebenso wie in vielen Gebieten Mitteleuropas sind seitdem aber gravierende Bestandseinbrüche zu verzeichnen; in den letzten drei Jahrzehnten in einigen Regionen mit dramatischem Verlauf.

Ursachen sind neben dem reinen Flächenverlust die einschneidenden Veränderungen in der Landbewirtschaftung.



Zu nennen sind hier vor allem die deutlich intensivierte Bodennutzung, wie Frühsaat und Frühernten, die Einstellung der Vielfelderwirtschaft, der erhöhte bzw. gezielte Einsatz von Pestiziden, das Ausbringen von Gülle, Flächenzusammenlegung im Rahmen der Flurbereinigung sowie eine stark intensivierte Grünlandwirtschaft. 


Zudem hat sich das Nahrungsangebot durch den Wegfall von insektenreichen Feldsäumen, Stilllegungs- und Bracheflächen erheblich verschlechtert.



Die veränderten Lebensbedingungen machen jedoch nicht nur den Ackervögeln zu schaffen - 
auch andere Kulturfolger wie Steinkauz, Schleiereule, Rauch- und Mehlschwalbe sind in ihrer Populationsdichte stark rückläufig.









Weiterhin sind Insekten (z.B. Feldgrille, Schachbrettfalter und Wildbienen) sowie Amphibien (u.a. der Laubfrosch) betroffen.


Auch zahlreiche Pflanzenarten nehmen aufgrund der zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung im Bestand stark ab. Dazu zählen Berg-Sandglöckchen, Besenheide, Glockenheide und Heidenelke.


Dieser negativen Entwicklung möchte der Kreis Gütersloh entgegen wirken! 

Mit der Umsetzung gezielter Schutzmaßnahmen sollen die Lebensräume ausgewählter Leitarten der Flora und Fauna verbessert werden und damit ein Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in unserer Region geleistet werden.

Die Durchführung erfolgt im Auftrag des Kreises Gütersloh durch die Biologische Station gemeinsam mit der Landwirtschaft, den Jägern, Imkern und der Koordinierungsstelle Energie und Klima des Kreises.












Blütenreiche Wildpflanzen zur Biogaserzeugung

Der Anbau von Mais ist in den letzten Jahren insbesondere durch seine Verwertung in Biogasanlagen stark angestiegen. 
Die Folge der sogenannten Vermaisung der Landschaft ist der Verlust von Strukturen und von Nahrungshabitaten. In der Feldflur macht sich dies wiederum in der Artenvielfalt bemerkbar.

Eine Maßnahme des Programmes "Artenreiche Feldflur im Kreis Gütersloh" stellt der Anbau von ertrag- und artenreichen Blühpflanzen dar. 
Als Ergänzung zum Mais können diese Pflanzen auch zur Biogaserzeugung verwerten werden. Zugleich werden mit den Blühpflanzen verschiedene Tierarten, wie Insekten, Vögel und Fledermäuse, gefördert. 

Der Kreis Gütersloh und die Stadt Werther (Westf.) hat am 26.2.2015 zu einem interessanten 
Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema "Energie aus Blütenpflanzen - Chance für die Energiewende, für Natur und Kulturlandschaft" eingeladen. Lesen Sie hier den Presseartikel!

Bei dem Vortragsabend hat u.a. der Landwirt Werner Kuhn, Initiator von dem Deutschland weiten Wildpflanzenprojekt  über seine jahrelangen Erfahrungen im Anbau von Blütenpflanzen zur Biogaserzeugung berichtet. 


Weitere Projekte der Biologischen Station zur Förderung einer artenreichen Feldflur im Kreis Gütersloh

Die Biologische Station engagiert sich seit vielen Jahren für die Verbesserung der Biologischen Vielfalt in unserer Kulturlandschaft. Folgende Projekte haben wir im Kreis Gütersloh durchgeführt (bzw. führen wir aktuell durch):

'Der fliegende Edelstein' - Schutzprojekt für den Eisvogel
Als Nahrungsspezialist, der fast nur kleine, lebende Fische frisst, und mit seinem farbenprächtigen Gefieder übt der "fliegende Edelstein", wie der Eisvogel volkstümlich genannt wird, eine Faszination auf den Menschen aus.

Zur Förderung des sympathischen Fischfängers hat die Biologische Station zahlreiche Schutzmaßnahmen umgesetzt. Das Artenschutzprojekt lief von 2012 - 2016 und wurde von der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück gefördert. (mehr...)

Seltener Wasserdrache in Gütersloh – Schutzprojekt für den Kammmolch
Feuer speien kann der kleine Wasserdrache zwar nicht, doch mit seinem auffälligen Rückenkamm zur Paarungszeit kann manch ein Kammmolchmännchen schon imponieren - insbesondere den Weibchen gegenüber.

Zur Förderung des gefährdeten, kleinen Drachens führt die Biostation  seit 2017 ein Schutzprojekt durch. (mehr...)




Förderung des Siebenschläfers im Teutoburger Wald
Der Siebenschläfer macht seinem Namen alle Ehre - hält er tatsächlich sieben oder auch schon mal acht Monate Winterschlaf. 

Die Biologische Station hat das Vorkommen des kleinen Bilches im Teutoburger Wald untersucht und seinen Bestand durch die Verbesserung des Lebensraumes gefördert. (mehr...)



Untersuchung zum Vorkommen von Baummarder und Wildkatze
Sie meiden die Nähe der Menschen und leben eher zurückgezogen in großen, zusammenhängenden Waldgebieten: Der Baummarder und die scheue Wildkatze. 

Erstmals wurde im Kreis Gütersloh eine Untersuchung zu dem Vorkommen der beiden gefährdeten Tierarten durchgeführt. (mehr...)


Fledermäuse im FFH-Gebiet Östlicher Teutoburger Wald
Über das Vorkommen von Fledermäusen im Teutoburger Wald ist bisher recht wenig bekannt. 

Daher führt die Biologische Station seit 2013 eine Bestandsaufnahme der Fledermäuse durch. 



Der Steinkauz - weise, aber gefährdete Gottheit der Nacht

Der Steinkauz hat seinen wissenschaftlichen Namen, Athene noctua, der griechischen Göttin der Weisheit, Athene, und seiner hauptsächlich nächtlichen Lebensweise (noctua= nächtlich oder Nacht) zu verdanken.

Die Biologische Station hat in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld ein Artenschutzprojekt für unsere kleinste heimische Eulenart durchgeführt.


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Gold für Gütersloh - Schutzprojekt für die Goldammer
Die Goldammer ist ein typischer Feldvogel der offenen und halboffenen Kulturlandschaft. Ihr Bestand ist aufgrund von Flächenverbrauch und einer zunehmenden Intensivierung der Landbewirtschaftung rückläufig.
 
Die Biostation hat in Gütersloh und Harsewinkel praktische Maßnahmen umgesetzt, um ihren Lebensraum zu verbessern. Das Schutzprojekt lief von 2015 - 2018 und wurde gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Gütersloh. (mehr...)

 
Praktischer Schutz der Feldlerche (Alauda arvensis) im Kreis Gütersloh
"Es war die Nachtigall und nicht die Lerche" - wer kennt diesen Satz nicht aus Shakespeares "Romeo und Julia"!? 
Leider wird der Gesang der Feldlerche, unseres typischen Frühlingsboten, über den Äckern und Wiesen immer seltener. 

Die Biologische Station engagiert sich seit 2005 aktiv im Schutz der Feldlerche im Kreis Gütersloh.




Schutzprojekt für Schwalben und Mauersegler im Kreis Gütersloh
"Ein Schwalbe macht noch keinen Sommer!" und wir wollen mehr! Die rückläufigen Vorkommen von Rauchschwalbe und Mehlschwalbe sowie vom Mauersegler sollen im Kreis Gütersloh aufgehalten werden. 

Die Biologische Station setzt sich seit 2011 aktiv für die Förderung der Mauersegler und Schwalben im Kreis Gütersloh ein.





Schutzprojekt für Laubfrosch und Steinkauz - Förderung einer artenreichen Kulturlandschaft
Der Laubfrosch und der Steinkauz - beide Bewohner einer naturnahen, strukturreichen Wiesenlandschaft - sind zunehmend vom Aussterben bedroht.
 
Die Biologische Station hat mit ihrem Schutzprojekt gezielte Maßnahmen zum Erhalt der beiden sensiblen Tierarten durchgeführt. Förderer des Projektes war die Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück.





Ein Blick in die Lerchenfenster
Lerchenfenster werden landesweit von den Landwirten als Schutzmaßnahme für die Feldlerche angelegt. Es handelt sich dabei um 20m2 große, nicht eingesäte Bereiche in Getreideflächen. 

Untersuchungen zeigen, dass die Lerchen diese Fenster tatsächlich annehmen - ob als Brutplatz oder eher zur Nahrungsaufnahme, möglicherweise gemeinsam mit anderen Ackervögeln?




Die nächsten 10 Tage - Veranstaltungen
Keine Einträge für diesen Zeitraum.
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Niederheide 63,
33659 Bielefeld

Tel.: 05209 / 980101
Fax: 05209 / 980102

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